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Jeder der sich mit dem Bau von Blockhäusern etwas auseinander setzt, findet schnell heraus, dass immer wieder von den Setzungen im Blockhausbau gesprochen wird.

Warum setzt sich ein Blockhaus?

Um richtig zu verstehen worum es bei den Setzungen im Blockhausbau geht, muss man über die natürlichen Eigenschaften von Holz Bescheid wissen.

Quellen und Schwinden von Holz:

Holz ist ein natürlicher und lebendiger Baustoff der Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann. Wenn das Holz Feuchtigkeit aufnimmt, beginnt sich das Holz auszudehnen. Sein Volumen wird etwas größer, im Allgemeinen spricht man vom Quellen. Wenn die Umgebungsluft trockener ist, gibt das Holz Feuchtigkeit ab und es zieht sich zusammen, hier spricht man von Schwinden.

 Vereinfachte Skizze eines Holzquerschnittes

Speziell diese Eigenschaften von Holz macht es so besonders in einen Blockhaus zu wohnen, da es immer für ein angenehmes Raumklima sorgt.

Die Blockhauswände werden zeitverzögert Setzungserscheinungen aufweisen:

Die Blockhausbohlen werden zum einen vom Vordach gegen Regen und äußere Witterungseinflüsse geschützt, zum anderen wird das Gebäude innen beheizt. Das bedeutet, dass das Holz im eingebauten Zustand so lange Feuchtigkeit abgeben wird, bis sie sich im Gleichgewicht mit der Luftfeuchtigkeit von ihrer Umgebung befindet.

Bei Perr Blockhausbau werden für die massiven (nicht verleimten) Wohnblockhäuser ausschließlich heimische, wintergefällte, speziell ausgesuchte und geeignete feinjährige Fichten- und Tannenstämme aus oberbayrischen und schwäbischen Forstbetrieben mit nachhaltiger Bewirtschaftung verwendet. Diese Hölzer werden auf dem betriebseigenen Holzlagerplatz aufgerichtet und luftgetrocknet. Vor der Verarbeitung kommen die Hölzer in eine Trockenkammer, wo die Kernfeuchtigkeit schonend bis auf 13 – 15% heruntergetrocknet wird.

Das Blockhaus mit den horizontal geschichteten Balkenreihen wird durch Nachtrocknung und nachträglicher Verdichtung im Balkengefüge in der Wandhöhe etwas niedriger. Durch die Nachtrocknung schwindet jeder einzelne Balken um ca. 2 mm und somit setzt sich das ganze Haus.

Auf einen Meter Wandhöhe wird als grober Richtwert mit 1,5 – 2 cm Setzung gerechnet.

Der Hauptschwund des Blockhauses ist in den ersten 5 Jahren abgeschlossen, danach werden nur noch kleine Jahreszeiten bedingte Veränderungen auftreten

Die daraus resultierende Höhenveränderung müssen besonders bei gleichzeitiger Verwendung von stehenden Bauteilen wie Säulen, Tür – und Fensterrahmen, Steigleitungen, Schornsteine, … beachtet werden.

Nachstehend einige Beispiele worauf Perr Blockhausbau besonders Wert legt:

  • Alle stehenden Holzbauteile wie Pfosten werden mit Höhenverstellbaren Pfostenschuhen montiert, die nach und nach mit eintretenden Setzungserscheinungen heruntergelassen werden sollen
  • Bei den Fenster und Türen werden seitlich an den Fensterausschnitten Setzleisten eingefügt. Diese Leisten werden mit einer Nut mit der Blockhauswand gleitend verbunden. Über der Türe oder dem Fenster wird Luft für die Setzung gelassen. In dem Hohlraum wird eine flexible Dämmung eingelegt, die mit Eintreten der Setzungen nachgibt. Damit das Fenster optisch ansprechend aussieht und die Luft für den Setzungsvorgang nicht sichtbar ist, wird außen und innen umlaufend eine Verkleidung montiert.

 

Sobald stehende Konstruktionen eingebaut werden, muss nach oben zu Raumabschließenden Bauteilen immer genug Luft vorhanden sein, sonst übernehmen die stehenden Bauteile die Lasten und die Balkenfugen beginnen sich zu öffnen oder die stehenden Bauteile werden kaputt gehen. (Risse bei Fliesen, …)

Das Setzmaß richtet sich nach der Länge des stehenden Bauteils und soll mindestens dem zu erwartenden Schwundmaßen entsprechen. Pro m stehendes Bauteil kann als Richtwert 1,5 – 2 cm angenommen werden

Auch Vorsatzschalen oder Installationsschächte müssen gleitend montiert und zu den raumabschließenden Bauteilen genügend Luft haben. Eine bewehrte Möglichkeit sind Holzleisten mit Langlöchern, die das Schwinden oder Quellen der Balken zulassen.
Auf dieser Unterkonstruktion kann eine beliebige Oberflächenverschalung befestigt werden, wie zum Beispiel Gipskartonplatte mit Fliesen, Putzträgerplatte mit Lehmputz, oder eine Bretterverschalung,

Für einen sauberen Abschluss nach oben werden Abdeckleisten montiert

 

 

 

 

 

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