Welches Fundament wird für ein Gartenhaus benötigt?

Ein Holzhaus in Blockbauweise ist eine Investition, die ein Leben lang Freude bereiten soll. Daher ist es von großer Bedeutung bei der Erstellung des Fundaments für ein Gartenhaus folgende 3 Faktoren zu berücksichtigen:

  1. Art und Ausführung des Fundaments
  2. Feuchtigkeitssperrbahn zwischen Holz und Beton
  3. Sockelanschluss im Bereich von Beton, Erdreich und Holz

1. Art und Ausführung des Fundaments

Ein Fundament hat die Aufgabe Lasten des Hauses aufzunehmen und an den Untergrund weiter zu leiten, ohne dass dieser nachgibt.

Art des Fundaments

Je nach Grundriss, Zweck und Bauart sind verschiedene Varianten möglich. Hauptsächlich werden Streifenfundamente, Punktfundamente oder eine vollflächige Betonplatte erstellt.
Nachstehend ein Beispiel der Fundamentarten
(mit ein Bodenrahmen für den Holzboden)

Skizze Streifenfundament
Skizze Betonplatte
Skizze Punktfundament

Ausführung des Fundaments:

Das Fundament muss frostfrei eingebaut werden, unabhängig davon ob es sich um eine Betonplatte, ein Streifenfundament oder um Punktfundamente handelt. „ Frostfrei“ bedeutet in unseren Breitengraden, dass das Fundament mindestens 80 cm tief gegründet sein muss.

In den Bergen kann es sein, dass die Fundamente sogar noch tiefer ins Erdreich eingebunden werden müssen.

Skizze frostsicheres Punktfundament
Skizze frostsichere Betonplatte

Warum muss das Fundament frostfrei sein?

Im Erdreich befindet sich sehr viel Wasser und Feuchtigkeit, dieses gefriert im Winter, je nach örtlichen Gegebenheiten, bis zu einer tiefe von ca. 80 cm. Das eingefrorene Wasser dehnt sich aus und der Boden wird etwas angehoben. Sobald im Frühjahr das Wasser wieder aufgetaut ist, senkt sich der Boden wieder.
Um Bauschäden zu vermeiden, ist es wichtig, dass diese Bewegungen unterbunden werden.

2. Feuchtigkeitssperrbahn zwischen Holz und Beton

Bei allen Fundamenten ist es wichtig, dass die darüber liegenden Baustoffe vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt werden.
Beton hat die Eigenschaft, dass er Wasser vom feuchten Erdreich aufnimmt und an andere Baustoffe weiterleiten kann. Wenn der Beton die Feuchtigkeit an das Holz weitergibt, wird dies auf Dauer beschädigt. Im Bereich zwischen Holz und Beton muss eine Feuchtigkeitssperrbahn eingelegt werden.

3. Sockelanschluss im Bereich von Beton, Erdreich und Holz

Für das Anschlussdetail im Sockelbereich gibt es keine Musterlösung, die für jedes Gebäude passt. Jeder Kunde hat andere Anforderungen bzw. andere örtliche Gegebenheiten.

Diese können sein:

  • Haus mit einem Holzboden und Stufe
  • Die Betonplatte bleibt der sichtbare Fußboden und der Eingang soll ebenerdig sein.
  • das Haus befindet sich in einer leichten Hanglage
  • das Haus wird mit Punktfundamenten oder einer Betonplatte ausgeführt

Für jede Situation wird im Einzelfall ein passender Sockelanschluss ausgearbeitet,
wichtig ist, dass die wesentlichen 3 Punkte beachtet werden

  • Abstand vom Holz zum Erdreich
  • Beachtung des Spritzwasserschutz
  • Übergang vom Holz zum Fundament

Für jedes Blockhaus wird von Perr ein Fundamentplan angefertigt und ein passendes Sockeldetail erarbeitet.